Wenn Ihnen meine Seite gefällt, stimmen Sie für mich durch einen Klick auf die Graphik:



Border-Collie

Trials

Meg an ihrem ersten Klasse II Trial in Roth

ACHTUNG Änderung!!!
1. Kelten-Trial am 22. + 23.10.2011 für die Klasse 1 in 63683 Effolderbach (nicht in Stockheim wie ursprünglich angekündigt). Beginn ist an beiden Tagen um 10.00 Uhr. Als Richterin ist Gitte Anders aus Bad Münder am Deister (Niedersachsen) eingeladen.
Zur Verfügung stehen meine Blackface und Blackface-Schnucken-Mixe. Maximale Starterzahl: 18
Campen ist nach Absprache und Anmeldung bei mir (Mail oder Telefon) möglich. Für einen kleinen Snack und Getränke für die Teilnehmer werden wir sorgen. Sitzgelegenheiten sind selbst mit zu bringen. Samstag Abend ist geplant in einer Gaststätte einzukehren.
Zuschauer sind an beiden Tagen willkommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Ende der Veranstaltung wird an beiden Tagen gegen 16.00 Uhr erwartet. Adresse ist "Konradsdorfer Str. 9" (am Sportplatz).




Das Wort Trial kommt von dem englischen Wort try –Versuch/versuchen. Gleichzeitig heißt Trial aber auch Prüfung oder sogar Gerichtsverfahren. Man spricht hier von einer Prüfung, die dazu dient, den besten Arbeitshund zu ermitteln.

Trials sind Wettkämpfe nach englischer Art, die dazu dienen sollen, die Hunde gegen einander zu testen. Dies diente seit je her dazu, die am besten arbeitenden Hund zu ermitteln. Diese wurden dann zur Zucht eingesetzt, um die besten Voraussetzungen für eine gute Zucht zu haben und möglichst gute Nachfahren zu bekommen. So wurde sicher gestellt, daß sich der Border Collie immer besser für diesen Zweck des Viehhütens entwickelte. Bald war er ein unerreichbarer Spezialist auf diesem Gebiet!

In den Tests werden Aufgaben geprüft, wie man sie in der täglichen Arbeit am Vieh erlebt und gebraucht: Der Hund läuft einen großen Bogen (Outrun) um die Schafe herum, um sie nicht bereits vorher zu beunruhigen und sie womöglich noch vom Schäfer weg zu treiben.

Dann nimmt er die Gruppe Schafe auf (Lift). Das soll möglichst ruhig geschehen. D.h. der Hund prischt nicht von hinten in die Herde rein, sonder nimmt von alleine sein Tempo weg, geht langsam in geduckter Haltung und sie mit den Augen fixierend auf die Tiere zu. Dabei bellt der Border Collie niemals!

Anschließend bringt er sie auf kürzester Strecke zu seinem Führer (Handler genannt) (Fetch). Dies geschieht ebenfalls in ruhigem Tempo und geduckter Haltung sowie ohne Gebell!

Dann wird die Gruppe durch mehrere Gatter getrieben (Drive). Hier wird das Treiben vom Bergfuß aus simuliert. Denn die Schäfer in den Highlands legten großen Wert darauf, Hunde zu haben, die sich auf große Distanzen dirigieren lassen, um nicht den ganzen mühseligen Weg auf die Berge selbst gehen zu müssen. Was bei den riesigen, weit in den Highlands verstreut lebenden Herden ohne Hund Tage dauern würde! Das dirigieren ist daher wichtig, da in den Bergen nicht immer der kützeste Weg auch der gesündeste ist. Es kommt schon mal vor, dass die Schafe um eine kleine Klippe oder sonstiges herum geführt werden müssen. Daher kommt auch der Brauch, die Border Collies mit Pfeiffkommandos zu dirigieren. Denn die gepfiffenen Kommandos dringen auch noch in mehreren Kilometern Entfernung an das Hundohr, während das gesprochene Kommando schon bald nicht mehr differenziert genug oder gar nicht vom beim Hund wahrgenommen wird.

Anschließend werden mehrere Schafe oder auch nur eins vom Rest abgetrennt (Shed oder Single), und einen Augenblick vom Hund von den Anderen ferngehalten. Dies ist eine der Spezialität dieser Hunde. Es ist unglaublich schwierig, ein einzelnes Vieh von seiner Herde abzutrennen und auch entfernt zu halten. Dies geschieht z.B., um ein krankes oder bald gebährendes Tier in den Stall oder auf eine andere Koppel zu bringen. Hier arbeitet der Hund zuerst sehr eng im Team mit seinem Führer: die beiden nehmen die Gruppe Tiere förmlich in die Zange, bis eine Lücke entsteht. Durch die kommt der Hund dann blitzschnell durch, nimmt die ihm gezeigten Tiere auf und hält sie ab diesem Zeitpunkt selbständig unter Kontrolle. Denn hier sind so schnelle Reaktionen gefragt, um die flüchtenden Tiere aufzuhalten, daß kaum genug Zeit bleibt, um dem Hund Kommandos zukommen zu lassen.

Zum Schluß wird eingepfercht (Pen). Welchen Teil der täglichen Arbeit diese Aufgabe simuliert, brauche ich wohl niemandem zu erklären. Wichtig hierbei ist jedoch auch wieder die ruhige, aber dennoch zügige Arbeitsweise, um des Schäfers Zeit und der Tiere Kalorien zu sparen!
Denn oberstes Gebot ist, die Tiere nicht mehr als nötig zu stressen oder zu hetzen. Kein Schäfer oder sonstiger Viehhalter möchte, dass seine Tiere die mühsam angefressenen Pfunde gleich wieder verbrennen und am Schluß kein Schlachtgewicht bringt oder krankheitsanfällig ist!

Für die Ausrichtung von Trials ist in Deutschland zur Zeit noch alleine die Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland e.V. zuständig. Mittlerweile bedient sich jedoch auch der VDH dieses Mittels und organisiert eigene Trials, um die Border Collies bei den Ausstellungen in eine Gebrauchshundeklasse aufnehmen zu können.

zurück