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Border-Collie

Meg

Rufname:

Meg

ISDS-Nr.:

241468

 

Ahnentafel von Meg

Geburtstag:

04.11.1998

Farbe:

schwarz-weiß

 Trialklasse:

III

Erfolge von Meg

Züchter:

Wolfgang Steffan

Es fällt mir extrem schwer, das hier einzustellen, und es hat mich einige Tage Überwindung gekostet. Aber ich weiß, daß es hier sehr viele Leute gibt, die sich meinem Hund in irgendeiner Form verbunden fühlten... Am vergangen Sonntag (18.04.2010) mußte ich sehr schweren Herzens viel zu früh und viel zu schnell nach kurzer, schwerer Krankheit meine Meg gehen lassen, ohne auch nur die Chance gehabt zu haben, das zu verhindern... Meg war mein erster Border Collie, den ich mir bewußt nach Arbeitsleistung ausgesucht habe. Für mich war sie immer mit all Ihren Stärken und Schwächen mein absoluter Traumhund! Im letzten Jahr wurde sie quasi zu meinem Schatten -wo ich war, da war auch Meg. Ob im Wohnzimmer vor der Couch, in der Küche am Herd direkt hinter mir oder im Büro zu meinen Füßen unterm Schreibtisch... Bis ins Alter und ihrer beginnenden Krankheit kannte Sie nur den 5. Gang, alles was langsamer war, war langweilig! Sie war ein durch und durch ehrlicher Hund, der für mich und die Schafe mit Herzensblut immer und zu jeder Zeit unermüdlich arbeitete. Mit Meg an meiner Seite habe ich das eine oder andere Seminar von morgens bis abends geleitet und sie war zu jeder Zeit an meiner Seite und zur Stelle! Oftmals brauchte sie keine Kommandos, um zu wissen wann den jungen Hunden die Schafe ausser Kontrolle gerieten und ihr Einsatz gefragt war, die flüchtenden Schafe aufzuhalten und wieder zu bringen. Dies waren die Tage, an denen Sie sich Abends fast mit einem Lächeln im Gesicht zur wohlverdienten Ruhe zu legen schien... Wir waren ein unschlagbares Team! Sie war ein absolut natürlicher Outrunner mit einer tollen Balance und sehr gutem Gespür für die Schafe. Meg verlor niemals Ihre Schafe, auch wenn ihre Art sie zurück zu bringen manchmal ein wenig unkonventionell und praktmatisch war. Auch das Greifen war nicht ihres. Wenn ich eines nicht zu befürchten hatte -weder zu Hause noch auf Wettkämpfen- dann war es ein ungerechtfertigter Biß. Ich erinnere mich noch, daß ich irgendwann im Training versuchte, Ihr einen Griff auf Kommando beizubringen -vergebens. Bis ich es irgendwann aufgab, weil mir dämmerte, daß es gar nicht nötig war, ihr das bei zu bringen. Meg hatte soviel Vorwärtsschub und eine derart präsente Ausstrahlung, daß sie jede Art von Schafen bewegte, ohne genötigt zu werden, dies mit "Waffengewalt" durch zu setzen. Seit sie allerdings im Alter von 7 Jahren einmal völlig unvorbereitet und ungerechtfertigt volle Breitseite von einem meiner Mutterschaf erwischt wurde, das sich plötzlich aus der Herde löste, während ich Meg auf die andere Seite flankieren wollte, und eine sehr schmerzhafte Rippenprellung davon trug, lautete ihre Devise eine Zeitlang "Angriff ist die Beste Verteidigung!", sobald ein Schaf auch nur Ansatz weise Anstalten machte, ihr "blöd zu kommen". Auf Wettkämpfen fühlte ich mich oft wie beim Ferrarifahren: Ich war mehr oder weniger nur dafür da, die Bremse zu bedienen. Und wenn ich nicht schnell genug bremste, machte es schwupps, und wir waren mit den Schafen schon wieder an allen Toren vorbei geschlittert, ehe ich mich versah... Noch vor 4 Wochen war Meg mein Mittel der Wahl, die zickigen Mutterschafe mit Ihren frischen Lämmern vom Stall auf die Wiese zu buchsieren. Ich durfte viel mit und von meinem Mädchen lernen! Sie war nicht nur mein Arbeitshund, sondern vielmehr auch mein Wegbegleiter durch viele sehr schwierige und aufreibende aber auch schöne Stationen in meinem Leben...! Wir haben gemeinsam viele Unwegsamkeiten hinter uns gebracht und sie ertrug jede Situation geduldig an meiner Seite. Sie nun nicht mehr bei mir zu haben fällt unglaublich schwer. Sie fehlt mir täglich und noch immer habe ich ständig das Gefühl, daß sie direkt hinter mir steht. Mehrmals am Tag ertappe ich mich dabei, wie ich ihren Namen rufe, um fest zu stellen, daß sie nun nicht mehr kommen wird... Sie fehlt morgens am Treppenaufgang, wo sie mich täglich zum Tagesbeginn begrüßte, sie fehlt unter dem Frühstückstisch bei der ersten Tasse Kaffee, sie fehlt beim Füttern, wo sie als souveräne Rudelchefin Ihren Napf immer zuerst in Empfang nahm, sie fehlt bei den Spaziergängen und Erledigungsfahrten, sie fehlt beim Umkoppeln der Schafe und sie fehlt abends an der Couch beim Fernsehen, wo sie sich immer noch einmal ihre letzten Streicheleinheiten des Tages abgeholt hat...! Mit Ihrer Tochter Loop und Ihrer Enkelin Milka hat sie mir 2 tolle Nachfolger hinterlassen, in denen sie weiter lebt. Dennoch werde ich sie niemals vergessen! Mach´s gut mein altes Mädchen! Ich werde Dich sehr vermissen!!! Du fehlst hier!!!

Meg´s Geschichte: Meg kam im Januar 1999 zu mir. Ihre Eltern sind seinerzeit aus England importiert worden. Ihre Mutter ist Bess ( Katy 214755) im Besitz von Wolfgang Steffan. Sie war 2-fache EM-Teilnehmerin in den Jahren 2000 und 2001. Gezogen von Katy Cropper. Ihr Vater ist Taff (ISDS 216158), damals ebenfalls in Besitz von Wolfgang Steffan. Taff wurde als junger Hund importiert, nachdem er in seiner alten Heimat Welsh Nursery Champion war...

Sie war der brävste Welpe, den ich jemals gesehen habe. Sie war von der ersten Nacht an stubenrein, jammerte nicht, knabberte nichts an und war auch sonst vollkommen unkompliziert und lieb!

Sie hatte im Sturm mein Herz erobert, und auch heute kann ich ihr nie wirklich lange böse sein.

Sie ist ein super eleganter Arbeiter, mit dem nötigen Gespür für die Schafe. Sie hat einen tollen natürlichen Outrun und Flanken. Ein absolut ehrlicher Hund, dem man Blind vertrauen kann. Meg würde arbeiten bis sie umfällt u. einen niemals im Stich lassen! Aber Power OHNE Ende! Manchmal habe ich meine Last, mit ihr mitzuhalten. Ich nenne Sie gerne meine kleine Bodenlenkrakete!

Mir fehlte mit ihr ein wenig die Zeit, Trials zu besuchen. Aber die wenigen, an denen wir teilnahmen, waren echt gut! An ihrem Debüt-Trial in der Klasse I belegte sie auf Anhieb den 3. Platz. Das zweite Trial das wir besuchten war bereits in der Klasse II und auch da machte sie den 3. Platz! Seit 2004 haben wir den Aufstieg in Klasse 3 geschafft u. hier die eine oder andere gute Platzierung erreicht! Alle Erfolge oben auf der Schaltfläche "Erfolge von Meg".

Meg ist im Alltag sehr angenehm, ruhig und anhänglich. Ich bin kaum in der Lage einen Schritt zu tun, ohne daß sie dabei ist.

Kürzlich hat ein sehr bekannter Trialist (2-facher Europameister und einfacher Weltmeister) und Ausbilder zu mir gesagt, als er mit mir und Meg trainierte: Ein TOLLER Hund, mit dem hättest Du mehr als nur einen Wurf machen sollen! Man kann sich vorstellen, wie ich vom Feld geschwebt bin..! ;-)) Alles in allem: Ein TRAUMHUND auf den ich extrem stolz bin und wie ich ihn in dieser idealen Mischung leider nie wieder bekommen werde...!!!

Meg als Welpe mit 12 Wochen

 

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