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Ende November 2004 kam es, dass es bei uns an der Tür klingelte und wir gefragt wurden, ob uns ein kleines schwarzes Kätzchen gehöre. Es sei angefahren worden und liege jetzt auf der Kreuzung... Es gehörte uns zwar nicht, aber niemand sonst wollte sich darum kümmern. Derjenige, der es angefahren hatte, war einfach weiter gefahren, ein anderer hatte es zwar wenigstens schon von der Straße geholt, dann aber einfach auf den Gehsteig abgesetzt und dort wohl seinem Schicksal überlassen wollen.
Also schnappte ich mir das kleine schwarze Bündel und fuhr zum Tierarzt.
Dort wurde außer einem gebrochenen und gelähmten Schwanz und einem
deftigen Schockzustand festgestellt, dass der Unfall das kleinere
Problem dieses Kätzchens war: viel schwerwiegender war, dass es
absolut verschnupft, verklebt und abgemagert war!
Also haben wir ihn (wie sich später herausstellte, war es ein kleiner Kater) erst mal aufgepäppelt und gesund gepflegt. Die Blase und der Darm waren gelähmt, so dass wir wochenlang beides von außen leeren mußten. Nach wenigen Tagen aber war bereits eine Besserung zu sehen und mittlerweile geht er wieder ganz alleine aufs Klo. Nur der Schwanz blieb gelähmt und hing weiterhin tot nach unten. Daher haben wir ihn amputieren lassen, damit er ihn sich nicht ständig anschlägt und wieder verletzt. Das stört ihn aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, wir hatten den Eindruck, dass es ihm nach der OP erst richtig gut ging. Außerdem hatten wir das Gefühl, dass er nach der OP gar keinen Wundschmerz hatte, da er ja sowieso kein Gefühl mehr im Schwanz hatte. Jetzt haben wir einen kleinen Puma mit Stummelschwänzchen...
Es kam, wie es kommen mußte: kaum einen Pflegefall zu Hause aufgenommen, kündigte sich der nächste an... Meinen Nachbarn war ein kleines Kätzchen, etwa im gleichen Alter wie das Katerchen, zugelaufen. Sie gehörte niemandem, war aber relativ gepflegt und gesund. Der Vater der Nachbarn weigerte sich aber strikt, dieses süße Ding zu behalten und so hatten wir innerhalb von 14 Tagen ein zweites Kätzchen.
Weil
meine Nachbarn Lutz mit Nachnamen heißen und wir für unser Katerchen
noch keinen Namen hatten, tauften wir ihn nach ihnen. Das hübsche
graugetigerte Kätzchen von ihnen nannten wir Lilly. Heute geht es
beiden blendend, sie sind richtig dicke Freunde geworden und auch
mit meinen Border Collies kommen sie sehr gut zu recht. Beide wissen
sich wohl zu wehren, wenn ihnen die “glotzenden Köter” mal wieder
auf die Nerven gehen. Werden sie nicht beglotzt, was sich sowieso
immer mehr legt, kuscheln sie sich auch gerne mal zu den Hunden
dazu. Pepper ist dabei mal wieder der favorisierte Liebling aller...!
Leider
durfte Lutz nur ein kurzes Leben bei uns führen... Er wurde mit
etwas über einem Jahr vermutlich von einem Auto angefahren und hat
diesen Unfall nicht überlebt. DAS schmerzt leider noch immer, denn
Lutz war eine ganz besondere Katze!!! Einen wie ihn wird es in meinem
Leben sicher nicht mehr geben! Lilly ist bei meinem Exmann auf dem
Hof geblieben und führt dort ein durchaus zufriedenes Katzenleben!Sie
darf nach draußen auf Mäusejagd gehen. Und ich glaube, davon gibt
es auf den Heuböden und in den Stallungen mehr als genug!
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