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Border-Collie

Hüten

Das Hüten mit Border Collies

 

Border Collies sind Koppelgebrauchshunde, die speziell für den Einsatz an kleineren Herden Vieh gezüchtet wurden.

Die Hunde stammen aus dem Grenzgebiet zwischen Schottland und England und halfen dort ursprünglich den Schäfern die weit verstreuten Gruppen Schafe, die größtenteils wild sind, zusammen zu treiben und in die Täler zu bringen. Auch heute noch ist Schafhaltung in England eine der wichtigsten Einnahmequellen. Schafe sind in diesem kargen Land oft die einzigen Tiere, die gewinnbringend gehalten werden können. Die Herden leben das ganze Jahr im Freien auf den Hills weit verstreut und oft in kleineren Gruppen. Nur zum Scheren, Entwurmen, Klauenpflege und zum Verkauf werden die Tiere gesammelt und auf die Farmen getrieben. Verständlich, dass die Tiere nicht an Menschen gewohnt und sehr scheu sind.
Speziell für diesen Zweck werden die Border Collies eingesetzt. Die Schäfer schicken die Hunde über etliche Meter (teilweise Kilometer) die Hügel hinauf, um die einzelnen Gruppen Schafe zu sammeln und zu ihnen zu treiben.
Hier ist es wichtig, dass die Hunde sowohl selbständig arbeiten, d.h. dass sie die Schafe z.B. nicht hetzen und vielleicht den nächsten Abhang hinunter treiben. Aber auch dass sie selbst auf größte Entfernungen noch gehorsam sind, so dass der Schäfer den Hund noch einmal hinaus dirigieren kann, um eine weitere Gruppe Schafe zu sammeln, die sich vielleicht in einer dem Hund nicht einsichtigen Mulde aufhält.
Hier ist es also nicht nötig, Schafe zu beißen oder anzubellen, um sie vorwärts zu bewegen. Daher kommt auch die “stille” Arbeitsweise des Border Collies (anders als z.B. beim Altdeutschen), nur mit Auge das Vieh vorwärts zu bewegen. Wichtig ist auch zu wissen, dass je kleiner die Herde ist, um so flüchtiger und somit auch schwieriger zu handhaben ist sie! Fünf Schafe rennen schneller davon als 500, da sich hier das einzelne Tier natürlicherweise viel bedrohter fühlt von dem Hund, als wenn noch 499 andere Kollegen drumrum stehen...
Andersrum ist es aber oft für einen Border Collie nicht möglich, alleine durch sein Auge und sein Anschleichen, eine größere Herde in Bewegung zu setzen. So kommt es auch, dass man selten einen (Berufs-) Wanderschäfer mit einem Border Collie sieht, da diesen der Druck für eine so große Herde oft fehlt. So hat jede Rasse ihr Spezialgebiet, in dem sie eingesetzt wird oder werden sollte!

Zu dieser Thematik der Rasseeigenschaften und -ursprünge sowie das Thema des Modehundes Border Collie und die daraus resultierenden Probleme gibt es im Netz einen super interessanten Bericht von Frau Dr. Viola Hebeler, den ich nur empfehlen kann. Hier wird einem auch als Laien klar, warum eine Zucht des Border Collies als Allround- und Familienhund (wie sie im Moment stattfindet), unweigerlich zu Veränderungen der Rasseeigenschaften führen muß. Hier geht´s zum Bericht: http://www.abcdev.de/artikel/QuoVadis.html , Titel: “Traumhund oder Problemhund?”

Das Hüten mit einem Border Collie wird in Deutschland auf Trials geprüft. Dies sind Hüte-Wettkämpfe nach englischem Vorbild. Die Trials werden in Deutschland (noch) ausschließlich von der ABCD e.V. organisiert und ausgerichtet.
Diese finden in ganz Deutschland statt und auf bestimmten Qualifikationstrials treten die besten Hunde Deutschlands gegeneinander an und können sich für die Europameisterschaft (das Continetal Sheepdog Championchip -kurz CSC) qualifizieren. Das Continental findet einmal järhlich abwechselnd in den verschiedenen europäischen, teilnehmenden Ländern statt.

Dieses Jahr findet es vom 20. bis 23. September 2007 in Drammen /Norwegen statt. Informationen zu dieser Veranstaltung finden sie im Netz auf der Seite der ABCD e.V. ( s. Links).

 

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